Hypnotherapie verbindet einen angenehm fokussierten Bewusstseinszustand mit psychotherapeutischen Methoden. Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker nach innen, sodass Gefühle, innere Bilder und bereits vorhandene Fähigkeiten bewusster zugänglich werden können. Gemeinsam nutzen wir diesen Zustand, um neue Sichtweisen und hilfreiche Erfahrungen anzuregen. Sie bleiben dabei ansprechbar und entscheiden jederzeit selbst, worauf Sie sich einlassen möchten.
Showhypnose dient der Unterhaltung und lebt von Inszenierung. Therapeutische Hypnose findet dagegen in einem geschützten, vertraulichen Rahmen statt und orientiert sich ausschließlich an Ihrem persönlichen Anliegen. Es geht weder um Vorführung noch um Kontrollverlust. Grundlage sind Freiwilligkeit, eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung und gemeinsam vereinbarte Ziele.
Viele Menschen erleben Hypnose als einen Zustand angenehmer Ruhe und konzentrierter Aufmerksamkeit – ähnlich wie beim Tagträumen oder kurz vor dem Einschlafen. Manche spüren ihren Körper besonders deutlich, andere nehmen ihn vorübergehend weniger wahr. Es gibt kein bestimmtes Gefühl, das erreicht werden muss. Auch wer sich weiterhin wach und aufmerksam fühlt, kann gut mit Hypnose arbeiten.
Ja. Therapeutische Hypnose ist normalerweise kein Schlaf. Sie können meine Stimme hören, reagieren und mitteilen, wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt. Je nach Trancetiefe erinnern Sie sich anschließend an vieles oder erleben einzelne Abschnitte weniger deutlich. Ihre Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, bleibt erhalten.
Ja. Sie geben in einer Hypnose weder Ihren Willen noch Ihre Werte ab. Sie können Anregungen annehmen, verändern oder ablehnen und die Sitzung jederzeit unterbrechen. Gute Hypnotherapie arbeitet nicht gegen Ihren bewussten Willen, sondern gemeinsam mit Ihnen und Ihren persönlichen Zielen.
Die meisten Menschen können einen hypnotischen Zustand erleben, allerdings unterschiedlich leicht und auf unterschiedliche Weise. Entscheidend sind weniger eine besondere Begabung als Vertrauen, Freiwilligkeit und die Bereitschaft, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Wenn klassische Entspannungsbilder nicht passen, kann die Vorgehensweise individuell angepasst werden.
Nein. Auch in Hypnose bleiben persönliche Werte, Grenzen und Entscheidungsfähigkeit erhalten. Sie müssen nichts erzählen oder tun, was Sie nicht möchten. Vor jeder Übung besprechen wir, was geplant ist, und Sie können jederzeit Fragen stellen, eine Pause wünschen oder die Hypnose beenden.
Sie müssen nicht vollkommen entspannt sein, damit Hypnose möglich ist. Auch ein aufmerksamer oder zunächst unruhiger Zustand kann eine gute Grundlage sein. Wir schauen gemeinsam, was Ihnen Sicherheit gibt, und wählen eine passende Methode. Es gibt keinen Leistungsdruck und kein Richtig oder Falsch.
In der Regel können Sie sich an die Sitzung erinnern. Manchmal erscheinen einzelne Abschnitte im Nachhinein weniger deutlich, ähnlich wie bei einem intensiven Tagtraum. Eine Erinnerungslücke ist weder Ziel noch Voraussetzung. Wichtige Inhalte werden transparent besprochen und nichts geschieht ohne Ihr Einverständnis.
Nein. Hypnose ist ein vorübergehender Zustand fokussierter Aufmerksamkeit. Selbst ohne weitere Anleitung würde die Aufmerksamkeit nach einiger Zeit von allein wieder nach außen wandern oder in natürlichen Schlaf übergehen. Am Ende jeder Sitzung nehme ich mir dennoch ausreichend Zeit, damit Sie ruhig und vollständig in den Alltag zurückkehren.
Manche Menschen bemerken schon nach wenigen Sitzungen eine Veränderung, andere benötigen mehr Zeit. Das hängt unter anderem vom Anliegen, seiner Dauer, den persönlichen Lebensumständen und der therapeutischen Beziehung ab. Seriöse Hypnotherapie gibt deshalb kein Heilversprechen. Zu Beginn vereinbaren wir realistische Ziele und überprüfen den Verlauf regelmäßig gemeinsam.
Die Anzahl der Sitzungen lässt sich nicht pauschal festlegen. Bei einem klar umgrenzten Anliegen kann eine kurze Begleitung ausreichen; komplexere oder länger bestehende Belastungen benötigen häufig mehr Zeit. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie eine erste Einschätzung. Dauer und Tempo werden immer wieder gemeinsam abgestimmt.
Ein bestimmter Glaube ist nicht erforderlich. Hilfreich sind Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, sich auf innere Bilder oder Wahrnehmungen einzulassen. Zweifel dürfen sein und können offen angesprochen werden. Gemeinsam prüfen wir, ob sich die Methode für Sie passend und sicher anfühlt.
Die kognitive Verhaltenstherapie hilft, Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster bewusst zu erkennen und im Alltag zu verändern. Hypnotherapie kann diese Arbeit ergänzen, indem stärkende innere Erfahrungen und neue Reaktionsmöglichkeiten intensiver erlebt werden. So verbinden wir verständliche, praktische Schritte mit einem emotionalen Zugang – individuell auf Ihr Anliegen abgestimmt.
Bei akuten Psychosen, manischen Episoden, starker Bewusstseinsbeeinträchtigung, unter dem Einfluss berauschender Substanzen sowie bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung führe ich keine Hypnotherapie durch. Auch schwere körperliche, neurologische oder dissoziative Beschwerden erfordern eine sorgfältige Abklärung. Wenn eine andere oder zusätzliche Behandlung notwendig ist, spreche ich dies offen an und unterstütze bei der Suche nach einer geeigneten Fachstelle.
Eine starre Altersgrenze gibt es nicht. Wichtiger sind Entwicklungsstand, Vorstellungskraft, sprachliches Verständnis und die freiwillige Bereitschaft des Kindes. Bei jüngeren Kindern arbeite ich besonders spielerisch mit Geschichten, Bildern und Fantasiereisen. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob Hypnotherapie zum Kind und zu seinem Anliegen passt.
Die Sitzung wird dem Alter und den Interessen des Kindes angepasst. Geschichten, Fantasiereisen, Bewegungen oder Lieblingsfiguren können dabei helfen, innere Stärken zu entdecken. Das Kind muss weder still liegen noch auf eine bestimmte Weise reagieren. Wichtig sind Vertrauen, Freude und das Gefühl, jederzeit mitentscheiden zu dürfen.
Nein. Kinder dürfen sitzen, sich bewegen, sprechen oder die Augen geöffnet lassen. Hypnose bedeutet vor allem, die Aufmerksamkeit auf eine Geschichte, Vorstellung oder innere Erfahrung zu richten. Ich gestalte die Sitzung so, dass sie zur Persönlichkeit und zum Bewegungsbedürfnis Ihres Kindes passt.
Ja. Neben der Zustimmung der Sorgeberechtigten ist mir die freiwillige Mitwirkung des Kindes besonders wichtig. Ein Kind wird bei mir nicht gegen seinen Willen hypnotisiert oder zu einer Übung gedrängt. Wenn es zunächst unsicher ist, nehmen wir uns Zeit zum Kennenlernen und entscheiden gemeinsam über die nächsten Schritte.
Das hängt vom Alter, vom Anliegen und vom Wunsch des Kindes ab. Gerade zu Beginn kann die Anwesenheit eines Elternteils Sicherheit geben. Manchmal kann ein eigener Raum für das Kind hilfreicher sein. Wir besprechen gemeinsam eine Lösung, bei der sich alle Beteiligten wohlfühlen und das Kind Vertrauen entwickeln kann.
Eltern sind wichtige Bezugspersonen und können Veränderungen im Alltag liebevoll unterstützen. Deshalb gehören – je nach Alter und Anliegen – Eltern- oder Familiengespräche häufig zur Begleitung. Dabei suchen wir nicht nach Schuld, sondern nach hilfreichen Reaktionen, klaren Strukturen und Möglichkeiten, die Stärken des Kindes gemeinsam zu fördern.
Auch Kinder und Jugendliche brauchen einen geschützten Raum. Persönliche Inhalte behandle ich vertraulich und bespreche mit dem Kind, welche Informationen an die Eltern weitergegeben werden dürfen. Bei einer ernsthaften Gefährdung muss ich jedoch Hilfe hinzuziehen. Diese Grenzen erkläre ich zu Beginn altersgerecht und transparent.
Sie können Ihrem Kind sagen, dass es eine freundliche Person kennenlernt, die ihm dabei hilft, mit schwierigen Gefühlen oder Situationen leichter umzugehen. Es darf erzählen, spielen, Fragen stellen und jederzeit sagen, was es möchte oder nicht möchte. Versprechen Sie nicht, dass ein Problem sofort verschwindet – betonen Sie lieber, dass Ihr Kind nichts leisten muss.
Schweigen darf sein. Manche Kinder benötigen zunächst Zeit, um Vertrauen zu fassen, oder drücken sich lieber über Bilder, Spiel und Geschichten aus. Ich dränge nicht auf Antworten. Gemeinsam suchen wir einen Zugang, der sich für das Kind sicher anfühlt. Manchmal ist zunächst auch ein Gespräch mit den Eltern sinnvoll.
Bei Schulangst braucht ein Kind zunächst Verständnis und Sicherheit. In der Hypnotherapie kann es einen inneren Rückzugsort entwickeln und stärkende Erfahrungen von Ruhe und Selbstvertrauen verankern. Konkrete Auslöser werden behutsam betrachtet. Gemeinsam entstehen Werkzeuge für schwierige Situationen; zugleich klären wir, ob Veränderungen in Schule oder Familie notwendig sind.
Hypnotherapie kann dabei unterstützen, Anspannung zu regulieren und das Vertrauen in das eigene Wissen wiederzufinden. In der Vorstellung kann das Kind Prüfungssituationen in einem geschützten Rahmen bewältigen und Ruhe oder Konzentration verankern. Ergänzend erarbeiten wir realistische Lernstrategien. Ziel ist nicht völlige Angstfreiheit, sondern ein handlungsfähiger Umgang mit Aufregung.
Fehlende Motivation kann viele Ursachen haben: Überforderung, unklare Ziele, ungünstige Lernstrukturen oder belastende Erfahrungen. Wir schauen zunächst, was hinter der Unlust steckt. Hypnotherapie kann persönliche Ziele lebendig erfahrbar machen und vorhandene Stärken aktivieren. Zusammen mit konkreten Lernstrategien kann so mehr Eigenständigkeit und Zuversicht entstehen.
Hinter einem schnellen „Das kann ich nicht“ stehen häufig Unsicherheit oder frühere Enttäuschungen. In der Hypnotherapie darf das Kind sich als mutig und handlungsfähig erleben und diese Erfahrung verankern. Ziel ist nicht, seine vorsichtige Art zu verändern. Es soll vielmehr lernen: Ich darf unsicher sein und kann trotzdem einen kleinen Schritt wagen.
Wut ist ein wichtiges Signal und kann auf Überforderung, Hilflosigkeit oder unerfüllte Bedürfnisse hinweisen. Gemeinsam erkunden wir ohne Bewertung, was die Wut auslöst. Kindgerechte Hypnotherapie kann helfen, Anspannung früher wahrzunehmen, Gefühle auszudrücken und Ruhe zugänglich zu machen. Je nach Situation werden die Eltern in die Veränderung des Alltags einbezogen.
Wenn Sorgen viel Raum einnehmen, versucht das Kind häufig, durch Nachdenken Sicherheit zu gewinnen. Hypnotherapie kann einen inneren sicheren Ort schaffen und Erfahrungen von Ruhe, Geborgenheit und Vertrauen stärken. Spielerische Übungen helfen, Gedanken besser einzuordnen. Die Eltern lernen zugleich, Halt zu geben, ohne die Sorgen unbeabsichtigt zu vergrößern.
Bei Schlafproblemen klären wir zunächst mögliche körperliche Ursachen und die Schlafsituation. Hypnotherapie kann anschließend dabei unterstützen, Anspannung zu lösen, beruhigende Einschlafbilder zu entwickeln und wieder mehr Sicherheit in der Nacht zu erleben. Bei Albträumen können Geschichten behutsam verändert werden. Anhaltende oder starke Beschwerden sollten zusätzlich kinderärztlich abgeklärt werden.
Trennungsangst braucht Verständnis und einen behutsamen Aufbau von Sicherheit. In der Hypnotherapie kann das Kind die Verbindung zu seinen Bezugspersonen innerlich spürbar machen und eigene Kraftquellen entdecken. Gemeinsam entwickeln wir kleine, bewältigbare Schritte für Trennungssituationen. Die Eltern werden einbezogen, damit sie Sicherheit vermitteln und zugleich altersgemäße Selbstständigkeit fördern können.
Mobbing kann Selbstwert und Sicherheitsgefühl tief erschüttern. Hypnotherapie kann begleitend helfen, innere Stabilität, Selbstmitgefühl und Vertrauen in die eigenen Grenzen wieder aufzubauen. Wichtig ist zugleich, dass das Mobbing im realen Umfeld wirksam beendet wird. Daher können Gespräche mit Eltern, Schule oder weiteren Fachstellen notwendig sein. Die Verantwortung liegt niemals beim betroffenen Kind.
Gewohnheiten wie Nägelkauen dienen häufig der Beruhigung oder laufen unbewusst ab. Statt das Verhalten zu verurteilen, betrachten wir seine Funktion und mögliche Auslöser. Hypnotherapie kann helfen, den Impuls früher wahrzunehmen und eine freundlichere Alternative zu verankern. Medizinische Ursachen oder bereits entstandene Verletzungen sollten gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.
Die Pubertät bringt Identitätssuche, Ablösung und starke Gefühle mit sich. Hypnotherapie kann Jugendliche darin unterstützen, sich selbst besser wahrzunehmen, innere Sicherheit zu entwickeln und mit Belastungen umzugehen. Häufig begleite ich auch die Eltern dabei, Vertrauen und Gelassenheit zu stärken. So darf Nähe bestehen bleiben, während der junge Mensch seinen eigenen Weg findet.
Ja, Hypnotherapie kann hier ein guter Ansatzpunkt sein. Eine Rechtschreibschwäche ist in vielen Fällen darauf zurückzuführen, dass das Kind vorwiegend den auditiven Kanal beim Erlernen der Rechtschreibung nutzt. Dadurch wird das Wort so geschrieben, wie es gehört wird.
Beim Lernen gibt es drei wichtige Sinneskanäle, die für ein effektives und erfolgreiches Lernen genutzt werden sollten: visuell – auditiv – kinästhetisch. Der visuelle Kanal ist dabei der effektivste Kanal und sollte daher besonders gut ausgebildet werden.
In der Therapie mit Ihrem Kind werde ich genau daran arbeiten. Zum einen werden wir den visuellen Kanal mithilfe der Hypnotherapie öffnen und Blockaden lösen. Zum anderen erhält das Kind praktische Übungen für zu Hause, um die Fähigkeit des Visualisierens weiter zu trainieren.
Wenn ein Kind eine starke Abneigung oder Angst gegenüber einem bestimmten Schulfach entwickelt, liegen dahinter häufig belastende Erfahrungen. Das können entmutigende Rückmeldungen sein oder Situationen, in denen sich das Kind überfordert, beschämt oder machtlos gefühlt hat.
Solche Erlebnisse können dazu führen, dass das Nervensystem ähnliche Situationen künftig möglichst vermeiden möchte. Die ablehnende Haltung ist dann keine Faulheit, sondern zunächst ein verständlicher Schutzmechanismus. Leider kann dieser Schutz zugleich den Zugang zu den eigenen Fähigkeiten und damit auch neue Erfolgserlebnisse erschweren.
Mithilfe der Hypnotherapie können belastende Erfahrungen behutsam neu betrachtet und mit stärkenden inneren Bildern verbunden werden. Das Kind kann sich selbst wieder als handlungsfähig erleben und Schritt für Schritt eine neue Haltung zu dem betreffenden Schulfach entwickeln: „Ich darf Fehler machen, ich kann lernen und ich kann diese Herausforderung bewältigen.“
So können wieder mehr Zutrauen, Offenheit und Leichtigkeit entstehen.
Kinder entwickeln ihre sozialen Fähigkeiten in ihrem ganz eigenen Tempo. Manche knüpfen schnell neue Kontakte, während andere mehr Zeit benötigen, um auf andere zuzugehen, Vertrauen aufzubauen und Freundschaften entstehen zu lassen. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge.
Wenn ein Kind jedoch zunehmend unter seiner Einsamkeit leidet, sich ausgeschlossen fühlt oder beginnt, an sich selbst zu zweifeln, kann eine behutsame therapeutische Begleitung hilfreich sein.
Hypnotherapie kann dazu beitragen, den Selbstwert des Kindes zu stärken und eine zuversichtliche innere Haltung gegenüber neuen Begegnungen zu entwickeln. Gemeinsam fördern wir den Mut, auf andere zuzugehen, und zugleich die Fähigkeit, auch mit Enttäuschungen oder einer möglichen Zurückweisung umzugehen.
Dabei darf das Kind erfahren: Nicht jeder Kontakt muss zu einer Freundschaft werden – und eine Ablehnung sagt nichts über den eigenen Wert aus. Ziel ist es, dass das Kind sich selbst treu bleiben, soziale Situationen mit wachsender Sicherheit erleben und offen für Freundschaften sein kann, ohne sein Selbstbild von der Reaktion anderer abhängig zu machen.
Manche Kinder zweifeln schnell an sich und ihren Fähigkeiten. Sie vermeiden neue Herausforderungen, geben früh auf oder sagen schon vorher: „Das kann ich nicht.“ Dahinter können belastende Erfahrungen, Ängste oder negative Glaubenssätze stehen. Oft möchte das Kind durchaus mutig sein – doch seine innere Unsicherheit hält es zurück.
In der Therapie schauen wir gemeinsam und ohne Druck darauf, was das Kind verunsichert und welche Stärken bereits in ihm vorhanden sind. Mithilfe der Hypnotherapie können stärkende Erfahrungen besonders intensiv erlebt und innerlich verankert werden. Das Kind darf sich in seiner Vorstellung als mutig, handlungsfähig und erfolgreich erleben und dadurch nach und nach mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.
Mit der Methode des Ankerns kann dieses Gefühl von Sicherheit und Selbstvertrauen mit einem persönlichen Signal verbunden werden. In herausfordernden Situationen kann das Kind darauf zurückgreifen und sich leichter an seine eigenen Stärken erinnern.
Ziel ist nicht, aus einem vorsichtigen Kind ein besonders mutiges machen zu müssen. Vielmehr soll es lernen: „Ich darf unsicher sein – und kann trotzdem einen kleinen Schritt wagen.“ So können in seinem eigenen Tempo neue Erfahrungen, mehr Selbstvertrauen und echte Zuversicht wachsen.
Hypnotherapie kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen, innere Sicherheit aufzubauen und angstauslösende Situationen zunächst in der Vorstellung bewältigbar zu erleben. In Verbindung mit kognitiver Verhaltenstherapie kann eine schrittweise Annäherung erfolgen. Ziel ist nicht, Angst mit Druck zu beseitigen, sondern den eigenen Handlungsspielraum zurückzugewinnen.
Anhaltender Stress hält Körper und Gedanken häufig in ständiger Alarmbereitschaft. In der Hypnose können Ruhe, Sicherheit und körperliche Entspannung bewusster erlebt werden. Gemeinsam erkennen wir Stressauslöser und entwickeln alltagstaugliche Möglichkeiten zur Entlastung. Hypnotherapie ersetzt dabei keine notwendigen Veränderungen der äußeren Lebensbedingungen, kann deren Umsetzung aber unterstützen.
Hypnotherapie kann dabei unterstützen, abendliche Anspannung und kreisende Gedanken zu reduzieren sowie hilfreiche Einschlafroutinen zu verankern. Zunächst sollten mögliche körperliche Ursachen, Medikamente und Schlafgewohnheiten berücksichtigt werden. Bei länger anhaltenden oder ausgeprägten Schlafproblemen ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Bei Panikattacken kann Hypnotherapie ergänzend helfen, Körperreaktionen weniger bedrohlich zu bewerten und innere Ruhe leichter zugänglich zu machen. Wir entwickeln Strategien für akute Situationen und betrachten mögliche Auslöser. Neue oder ungewöhnliche körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Die Behandlung wird an Häufigkeit, Schwere und persönliche Situation angepasst.
In Hypnose können stärkende innere Erfahrungen intensiv erlebt und emotional verankert werden. Belastende Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug“ werden dabei nicht einfach überschrieben, sondern behutsam verstanden und verändert. In Verbindung mit kognitiver Verhaltenstherapie kann so ein freundlicherer, realistischerer Blick auf die eigene Person wachsen.
Wenn Anforderungen dauerhaft die eigenen Kräfte übersteigen, kann Hypnotherapie dabei unterstützen, Anspannung zu regulieren, persönliche Grenzen wahrzunehmen und vorhandene Ressourcen wiederzufinden. Ebenso wichtig ist zu prüfen, welche äußeren Belastungen verändert werden können. Starke oder anhaltende Erschöpfung sollte ärztlich abgeklärt werden, da auch körperliche Ursachen möglich sind.
Bei leichteren depressiven Beschwerden kann Hypnotherapie als Teil eines passenden Behandlungskonzepts Ressourcen, Selbstmitgefühl und hilfreiche Aktivitäten unterstützen. Ob sie geeignet ist, hängt von Art und Schwere der Depression ab. Mittelgradige oder schwere Verläufe benötigen ärztliche beziehungsweise fachpsychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Suizidgedanken ist sofortige Krisen- oder Notfallhilfe erforderlich.
Liebeskummer ist eine natürliche Reaktion auf Verlust und darf Zeit brauchen. Hypnotherapie kann helfen, starke Anspannung zu beruhigen, schmerzhafte Gefühle behutsam zu verarbeiten und den eigenen Selbstwert wieder wahrzunehmen. Erinnerungen werden nicht gelöscht. Ziel ist vielmehr, wieder Boden unter den Füßen zu finden und schrittweise neue Lebensperspektiven zu entwickeln.
Trauer ist keine Krankheit und folgt keinem festen Zeitplan. Hypnotherapie kann einen geschützten Raum bieten, in dem Gefühle zugelassen, innere Verbundenheit bewahrt und Kraftquellen wiedergefunden werden. Es geht nicht darum, schneller loszulassen, sondern den Verlust in das eigene Leben zu integrieren. Bei anhaltend schwerer Belastung prüfen wir, welche weitere Unterstützung sinnvoll ist.
Perfektionismus ist häufig der Versuch, Kritik, Fehler oder Ablehnung zu vermeiden. Hypnotherapie kann dabei unterstützen, den inneren Druck zu verstehen, Selbstwert von Leistung zu entkoppeln und einen freundlicheren Umgang mit Fehlern zu erproben. Gemeinsam entwickeln wir realistische Maßstäbe und stärken das Vertrauen, auch unvollkommen sicher und wertvoll zu sein.
Wenn Gedanken immer wieder zwischen Möglichkeiten kreisen, geraten eigene Bedürfnisse leicht aus dem Blick. Hypnotherapie kann helfen, innere Werte, Gefühle und Prioritäten deutlicher wahrzunehmen. Sie nimmt Ihnen keine Entscheidung ab und gibt keine verborgene Wahrheit vor. Ziel ist, eine Entscheidung bewusster, selbstbestimmter und mit größerem inneren Vertrauen treffen zu können.
Schwierigkeiten beim Nein-Sagen sind oft mit Angst vor Ablehnung oder alten Glaubenssätzen verbunden. Hypnotherapie kann helfen, eigene Bedürfnisse deutlicher zu spüren und Situationen mit einer neuen inneren Haltung zu erleben. In Verbindung mit praktischen Übungen wächst die Fähigkeit, Grenzen freundlich und klar auszudrücken – ohne den eigenen Wert von der Reaktion anderer abhängig zu machen.
Seelische Belastungen können körperliche Beschwerden beeinflussen oder verstärken. Hypnotherapie kann dabei unterstützen, Anspannung zu regulieren und einen anderen Umgang mit Symptomen zu entwickeln. Körperliche Beschwerden sollten jedoch immer angemessen ärztlich abgeklärt werden. Hypnotherapie ersetzt keine medizinische Diagnostik oder Behandlung, kann diese aber nach Absprache sinnvoll ergänzen.
Essstörungen sind ernst zu nehmende Erkrankungen und benötigen eine spezialisierte medizinische und psychotherapeutische Behandlung. Hypnotherapie kann allenfalls ergänzend eingesetzt werden, etwa zur Regulation von Anspannung oder Stärkung des Selbstwerts. Sie ersetzt weder Diagnostik noch Ernährungs- oder Körpermedizin. Eine Begleitung erfolgt nur, wenn sie fachlich verantwortbar und mit den behandelnden Stellen abgestimmt ist.
Familiärer Stress entsteht häufig in einem Kreislauf gegenseitiger Anspannung. In der Begleitung suchen wir nicht nach Schuldigen, sondern betrachten Bedürfnisse und wiederkehrende Muster. Hypnotherapie kann einzelnen Familienmitgliedern helfen, ruhiger zu reagieren und innere Sicherheit zu entwickeln. Je nach Situation arbeite ich mit Eltern, Kind oder mehreren Beteiligten, damit wieder mehr Verbindung und Entlastung entstehen kann.
Im Erstgespräch lernen wir uns kennen und besprechen Ihr Anliegen, Ihre Erwartungen und wichtige gesundheitliche Hintergründe. Sie können alle Fragen stellen und in Ruhe prüfen, ob Sie sich bei mir wohlfühlen. Gemeinsam klären wir, ob Hypnotherapie geeignet ist und wie ein möglicher Behandlungsweg aussehen könnte. Eine Hypnose muss beim ersten Termin nicht stattfinden.
Die genaue Dauer richtet sich nach Alter, Anliegen und vereinbartem Setting. Für Erwachsene wird in der Regel mehr Zeit eingeplant als für jüngere Kinder, deren Aufmerksamkeitsspanne kürzer sein kann. Die jeweils vorgesehene Dauer und die Kosten erfahren Sie bereits bei der Terminvereinbarung, sodass Sie verlässlich planen können.
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Kommen Sie möglichst ohne Zeitdruck und vermeiden Sie Koffein, Alkohol oder andere berauschende Substanzen. Regelmäßig verordnete Medikamente verändern Sie bitte niemals eigenständig. Bequeme Kleidung kann angenehm sein. Offene Fragen, Unsicherheiten oder wichtige gesundheitliche Veränderungen dürfen Sie zu Beginn jederzeit ansprechen.
Planen Sie nach Möglichkeit einige ruhige Minuten ein. Manche Menschen fühlen sich sofort wach und klar, andere möchten das Erlebte noch etwas nachwirken lassen. Trinken Sie ausreichend und notieren Sie bei Bedarf Gedanken oder Veränderungen. Wenn Sie sich ungewöhnlich müde oder beeinträchtigt fühlen, fahren Sie nicht selbst Auto und sprechen Sie mich an.
Die aktuellen Kosten finden Sie im Bereich „Honorar“. Vor der Terminvereinbarung erläutere ich Ihnen die Kosten transparent. Die Abrechnung richtet sich nach der vereinbarten Sitzungsdauer. Es entstehen keine unangekündigten Zusatzkosten. Für Fragen zu Zahlungsweise, Bescheinigungen oder individuellen Vereinbarungen können Sie mich gern vorab kontaktieren.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Behandlungen in einer Heilpraktikerpraxis für Psychotherapie in der Regel nicht. Private Kranken- oder Zusatzversicherungen erstatten je nach Vertrag möglicherweise einen Teil der Kosten. Bitte klären Sie dies vorab direkt mit Ihrer Versicherung. Unabhängig von einer Erstattung bleiben Sie Vertragspartnerin beziehungsweise Vertragspartner und tragen die Behandlungskosten selbst.
Für einen Termin in meiner Praxis benötigen Sie grundsätzlich keine ärztliche Überweisung. Bei bestimmten Beschwerden ist eine vorherige oder begleitende medizinische beziehungsweise fachpsychiatrische Abklärung jedoch wichtig. Bereits vorhandene Befunde oder Behandlungsinformationen können – mit Ihrem Einverständnis – helfen, die Begleitung sicher und sinnvoll abzustimmen.
Da die vereinbarte Zeit ausschließlich für Sie reserviert wird, bitte ich um möglichst frühzeitige Absage. Die konkrete Frist und eine mögliche Ausfallvergütung entnehmen Sie dem Behandlungsvertrag beziehungsweise der Terminbestätigung. Bei unvorhersehbaren Ereignissen sprechen Sie mich bitte an, damit wir gemeinsam nach einer fairen Lösung suchen können.
Ja. Die Inhalte unserer Gespräche und Ihre persönlichen Daten werden vertraulich behandelt. Eine Weitergabe an Angehörige, Ärztinnen, Ärzte oder andere Stellen erfolgt grundsätzlich nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung. Gesetzliche Ausnahmen können insbesondere bei akuter Gefährdung bestehen. Die Einzelheiten erläutere ich Ihnen zu Beginn der Behandlung transparent.
Meine Praxis ist keine Notfallambulanz und kann keine ständige Erreichbarkeit gewährleisten. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wählen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder wenden sich an die nächste psychiatrische Notaufnahme. Außerhalb unmittelbarer Lebensgefahr helfen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 und regionale Krisendienste. Bitte bleiben Sie in einer akuten Krise nicht allein.